Politische_Bildung · Klasse 7 · Lektion 2
Die Organe des Bundes: Bundestag, Bundesrat, Regierung
- Organe des Bundes kennen
- Gewaltenteilung verstehen
Wie funktioniert die Bundesregierung?
Das politische System der Bundesrepublik Deutschland basiert auf der Gewaltenteilung: Legislative (gesetzgebende), Exekutive (ausführende) und Judikative (rechtsprechende) Gewalt liegen in verschiedenen Händen. Das verhindert Machtmissbrauch und sichert die Demokratie.
Der Bundestag ist das Parlament der Bundesrepublik und das wichtigste demokratische Organ. Er wird alle vier Jahre von den Bürgerinnen und Bürgern direkt gewählt. Der Bundestag hat mindestens 598 Sitze (oft mehr durch Überhang- und Ausgleichsmandate). Er beschließt Gesetze, wählt den Bundeskanzler und kontrolliert die Regierung.
Der Bundesrat vertritt die 16 Bundesländer auf Bundesebene. Er besteht aus Mitgliedern der Landesregierungen (nicht gewählt, sondern entsandt). Der Bundesrat hat 69 Stimmen, die je nach Größe des Landes gewichtet sind (mindestens 3, maximal 6). Bei zustimmungspflichtigen Gesetzen muss der Bundesrat zustimmen.
Der Bundeskanzler führt die Regierung. Er wird vom Bundestag gewählt und bestimmt die Richtlinien der Politik (Art. 65 GG). Der Bundespräsident ist das Staatsoberhaupt, hat aber hauptsächlich repräsentative Aufgaben; er wird von der Bundesversammlung gewählt (je 50 % Bundestag + Ländervertreter). Das Bundesverfassungsgericht wacht über die Einhaltung des Grundgesetzes.
🔬 Interaktive Simulation
✏️ Aufgabe
Aufgaben:1. Erkläre die Gewaltenteilung: Welche drei Gewalten gibt es und was ist ihre Aufgabe?
2. Wie wird der Bundestag gewählt? Was ist ein Überhangmandat?
3. Was ist der Unterschied zwischen Bundestag und Bundesrat?
4. Welche Rolle hat der Bundespräsident? Warum hat er weniger Macht als der Bundeskanzler?
5. Was macht das Bundesverfassungsgericht? Gib ein Beispiel, wann es eingreift.