LER Klasse 7 · Berlin/Brandenburg · Themenfeld 3.3
Gefühle gehören untrennbar zum Menschsein. Sie leiten unser Handeln, prägen unsere Beziehungen und sind kulturell verschieden ausgeprägt. Die Psychologie unterscheidet verschiedene Begriffe:
| Begriff | Erklärung | Beispiel |
|---|---|---|
| Emotion | Kurzfristige, intensive Reaktion auf einen Auslöser | Erschrecken, Überraschungsfreude |
| Gefühl | Bewusst wahrgenommene emotionale Erfahrung | "Ich fühle mich glücklich" |
| Stimmung | Längerfristiger Zustand ohne klaren Auslöser | Melancholie, Grundoptimismus |
| Affekt | Überwältigende, unkontrollierte Emotion | Wutausbruch, Lachflash |
| Denker / Ansatz | Verständnis von Glück |
|---|---|
| Aristoteles | Eudaimonia: gelingendes, tugendgemäßes Leben – nicht bloßes Lustgefühl |
| Epikur | Hedonismus: Lust (Hedone) und Abwesenheit von Schmerz (Ataraxie) |
| Stoa | Apatheia: Seelenruhe durch Vernunft – äußere Dinge können mich nicht erschüttern |
| Christentum | Beatitudo: vollkommenes Glück als Gottesnähe, vollständig erst im Jenseits |
| Buddhismus | Nirwana: Befreiung vom Leiden durch Auflösung von Begehren |
| Viktor Frankl | Sinn als Glücksquelle (Logotherapie): Werkverwirklichung, Erleben, Einstellung |
| Religion / Weltanschauung | Vorstellung vom Tod |
|---|---|
| Christentum | Auferstehung, ewiges Leben bei Gott |
| Islam | Jüngster Tag, Paradies oder Hölle |
| Hinduismus | Reinkarnation, Ziel: Moksha (Befreiung) |
| Buddhismus | Wiedergeburt ohne feste Seele, Ziel: Nirwana |
| Atheismus | Tod als Ende – Leben hat Wert durch das Gelebte |
| Epikur | "Der Tod ist nichts für uns" – wenn er da ist, sind wir nicht mehr |
1. Was versteht man unter "Eudaimonia" bei Aristoteles?
1. Aristoteles sah Glück (Eudaimonia) als bloßes Lustgefühl.
2. Paul Ekman zeigte dass Grundemotionen kulturübergreifend universal sind.
3. Die fünf Trauerphasen nach Kübler-Ross werden immer strikt nacheinander durchlaufen.
4. Viktor Frankl überlebte Konzentrationslager und entwickelte daraus die Logotherapie.
5. Das Theodizee-Problem betrifft nur Atheisten.
6. Epikur lehrte dass man Glück durch möglichst viele intensive Lustzustände erreicht.
1. Im Buddhismus überträgt sich eine permanente Seele in den neuen Körper – genau wie im Hinduismus.
2. Die Korrespondenztheorie besagt dass wahr ist was der Wirklichkeit entspricht.
3. Für Epikur ist der Tod etwas Beängstigendes das vermieden werden sollte.
4. Viktor Frankl sah die Sinnsuche als primären menschlichen Antrieb.
5. Im Christentum glaubt man an Reinkarnation wie im Hinduismus.
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1. Aristoteles sah Glück (Eudaimonia) als bloßes Lustgefühl und Wohlbefinden.
2. Die fünf Trauerphasen nach Kübler-Ross enden immer mit Wut.
3. Das Theodizee-Problem fragt warum Gott nicht allmächtig ist.
4. Im Buddhismus überträgt sich nach dem Tod die unvergängliche Seele (Atman) in einen neuen Körper.
5. Viktor Frankl entwickelte die Logotherapie auf Basis seiner Arbeit als Sportlehrer.
Man kann einem Menschen alles nehmen außer der letzten menschlichen Freiheit – die eigene Einstellung zu den gegebenen Verhältnissen zu wählen.— Viktor Frankl (1905–1997)
1. Was meint Frankl mit der "letzten menschlichen Freiheit"? Erkläre in eigenen Worten. (3 Punkte)
2. Welchen Bezug hat dieses Zitat zu Frankls Erfahrung im Konzentrationslager? (3 Punkte)
3. Kannst du das Zitat auf eine eigene Situation im Alltag übertragen? Gib ein Beispiel. (3 Punkte)
1. Welche ethischen Werte stehen sich in diesem Dilemma gegenüber?
2. Wie würden Utilitarismus und Kants Deontologie urteilen?
3. Was denkst du? Gibt es eine Grenze der Selbstbestimmung?
Gesamt: 18 Punkte
Aufgabe 1 (4 Punkte)
Was ist Eudaimonia? Warum unterscheidet sie sich von bloßem Lustgefühl? (4 Punkte)
Aufgabe 2 (6 Punkte)
Erkläre das Theodizee-Problem und nenne zwei Lösungsversuche. (6 Punkte)
Aufgabe 3 (4 Punkte)
Was ist Frankls Logotherapie? Nenne die drei Sinnquellen. (4 Punkte)
Aufgabe 4 (4 Punkte)
Nenne zwei Religionen und ihre Vorstellung vom Tod. (4 Punkte)
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